Heute schon an morgen denken

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v. l. n. r.: Thorsten Rupp, Thomas Kutschaty, Norbert Killewald

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty sprach über Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuung

Eigentlich auf den ersten Blick ein ungewöhnliches Thema für einen Justizminister – aber auch mit der Vorsorge beschäftigt sich Kutschaty. Und das mit Fachkenntnis und starkem Aufklärungswillen: „Auch wenn es ein Thema ist, was wir alle gerne verdrängen, ist es doch wichtig, dass wir uns frühzeitig damit auseinandersetzen, wenn wir noch fit und gesund sind.“

Er erläutert auch ganz genau wieso: „Es herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung der Irrglaube, dass wenn man sein Leben aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr alleine regeln kann, dass dann automatisch der Ehepartner oder die Kinder für alles sorgen können. Das stimmt aber nicht – oftmals muss dann zunächst ein gesetzlicher Betreuer bestellt werden.“ Mit einer schriftlich fixierten Vorsorgevollmacht kann man dies für viele wichtige Bereich verhindern und eine Person des Vertrauens für zum Beispiel Bankgeschäfte, Wohnungsangelegenheiten oder medizinische Entscheidungen befähigen. Trotzdem möchte die NRWSPD dies gerne verändern und hat Initiativen gestartet, dass in Zukunft der Ehemann oder die Ehefrau automatisch berechtigt ist. Denn alleine in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 300.000 Menschen die unter gesetzlicher Betreuung stehen. Weiterhin ist es gut, eine Patientenverfügung abzuschließen. Diese regelt dann im genauen die medizinischen Maßnahmen, die der Betroffene sich wünscht. „Was mir noch mal sehr bei Thomas Kutschatys Vortrag klar geworden ist: Wichtig ist mit den Angehörigen oder Vertrauenspersonen über seine Vorstellungen und Wünsche zu sprechen, denn im Fall der Fälle muss alles klar und bekannt sein“, so Thorsten Rupp, SPD-Landtagskandidat für den Nordkreis.

„Ich freue mich besonders, dass so unterschiedlich alte Menschen zu dieser Veranstaltung gekommen sind. Denn dieses Thema geht nicht nur die ältere Generation an. Jeder muss heute schon an morgen denken“, ergänzt Norbert Killewald, SPD-Landtagskandidat für den Südkreis. So war es auch nicht verwunderlich, dass fast alle Zuhörer am Ende die Infobroschüre mit dem Vordruck für eine Vollmacht mit nach Haus nahmen.

 
 

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