SPD-Kreisvorstand fordert Ausbau der Bahnstrecke Kleve-Geldern und Einsatz von Brennstoffzellenzügen

Der Vorstand der Kreis Klever SPD hat jetzt auf seiner Sitzung in einem Antrag an den Kreisparteitag Mitte Juni beschlossen, den teilweise zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Kleve und Geldern zu prüfen und gleichzeitig auch die Prüfung von Brennstoffzellenzügen oder anderen technischen Möglichkeiten anzuregen, wodurch eine aufwendige und teure Installation von Oberleitungen überflüssig würde.

Der SPD-Parteitag soll die SPD-Kreistagsfraktion Kleve auffordern, sich im Kreistag und seinen Ausschüssen sowie beim VRR und gegenüber Land und Bund für Beides einzusetzen.

„Der Kreistag Kleve hat sich im Mai 2016 für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Kleve nach Geldern bei gleichzeitiger Elektrifizierung der Bahnstrecke ausgesprochen. Auch wenn ein zweigleisiger Ausbau und die Elektrifizierung wünschenswert sind, so wird dies nur schwer zu realisieren sein. In absehbarer Zeit ist damit leider nicht zu rechnen“, erklärt der Vorsitzende der Kreis-SPD, Norbert Killewald.

„Die Kreis Klever SPD favorisiert stattdessen eine Prüfung von einzelnen Abschnitten in unbewohntem Gebiet, die schnell und problemlos zweigleisig ausgebaut werden können. Ziel dabei muss natürlich sein, eine Entlastung des bisherigen Gleises zu erreichen und eine mindestens halbstündige Taktung zu garantieren.

Statt einer Elektrifizierung der gesamten Strecke wäre es besser, die Möglichkeiten zur Beschaffung von Brennstoffzellenzügen oder andere technische Möglichkeiten zu prüfen, wie dies in Niedersachsen geschieht. Dort werden, mitfinanziert durch Bundes- und Landesmittel, 14 Züge beschafft, die mit Wasserstoff betrieben werden. Sie sind leise und emissionsarm. Die aufwendige und teure Installation von Oberleitungen wäre damit nicht mehr nötig“, so der Kevelaerer Sozialdemokrat, der selbst täglich die Zugverbindung von Kevelaer nach Düsseldorf nutzt.